networkHelden können uns täglich auf der Straße begegnen. Oft erkennen wir sie jedoch nicht, denn sie tragen kein besonderes Outfit und besitzen auch keine Superkräfte. Jeden Tag setzen sich Menschen für andere Menschen in Not ein und viele davon helfen ehrenamtlich. Soziales Engagement hat viele Gesichter, es kann aus einer warmen Mahlzeit, einem Händedruck, einer Spende, Zeit oder einfach nur aus tröstenden Worten bestehen. Unsere Helden engagieren sich, weil sie helfen möchten und als Danke erwarten sie ein Lächeln oder – gar nichts. Wir nennen sie „SEIC-Champions“ und dahinter stecken unsere Channel-Partner, die sich für ein soziales Projekt in Deutschland einsetzen.

Mit dieser Serie stellen wir Ihnen die „SEIC-Champions“ und ihre Projekte vor. SEIC steht für „Soziales Engagement im Channel“ und mit unserem SEIC-Programm reichen wir den Helfern eine helfende Hand, denn auch Helden brauchen manchmal Unterstützung. Gerade wenn eine Selbstverständlichkeit auf einmal eine unüberwindbare Hürde darstellt. Das Projekt „Fruchtalarm“ hilft krebskranken Kindern, zu essen und zu trinken, wenn während der Chemotherapie gar nichts mehr geht. 

Essen und trinken – während der Chemotherapie oft eine Tortur

Sie müssen nicht über ihre Krankheit reden. Sie müssen nicht über Therapien reden. Für einen Moment können die Kinder den Krebs vergessen. Mit wenig Kraft und wenig Ausdauer können sie auf einmal alles schaffen. 

sc34125-img-03Ergotherapeutin Vera Flaming und Chefarzt Prof. Dr. med. Johannes Otte wissen, wie sehr eine Chemotherapie den kleinen Patienten zusetzt. Alltägliche Dinge wie essen und trinken geraten auf einmal zur Tortur. Viele an Krebs erkrankte Kinder auf der onkologischen Station der Kinderklinik Bielefeld-Bethel nehmen gar keine Nahrung mehr zu sich. Sie essen nicht, sie trinken nicht. Sie riechen schmecken nicht – bis der Rollwagen kommt. Vollgepackt, mit süßen und sauren Säften rollt das Projekt „Fruchtalarm“ über die Flure von insgesamt 15 Kliniken in ganz Deutschland. Eine bunte Kindercocktailbar drängt die schreckliche Krankheit für einen Moment zurück. Ohne an den fremdbestimmten Klinikalltag denken zu müssen, können die kleinen und jugendlichen Patienten ihren ganz persönlichen Cocktail mixen, dabei reden und vor allem Flüssigkeit zu sich nehmen.

sc34125-img-04Während der Chemotherapie verändern sich oft der Geruchs- und Geschmackssinn. Die jungen Patienten kämpfen dabei gegen einen übermächtigen Gegner. Sie kämpfen gegen den Krebs und um ihr Leben. Auch eine Bielefelder Familie ging durch diese schreckliche Zeit. Mit einem Schlag veränderte sich die Lebensrealität und wechselte von der Sonnen- auf die Schattenseite. Ihr Kind erkrankte ebenfalls und verlor den Kampf gegen die Krankheit – im Alter von nur acht Jahren. Aus diesem Schicksalsschlag heraus fasste die Familie einen Entschluss: Wenigstens für ein paar Stunden sollten die betroffenen Kinder den bedrückenden Alltag auf der Station vergessen können. Das Projekt „Fruchtalarm“ entstand. Marcel Lossie, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender und Initiator, beschreibt diese Geburtsstunde so:

Wir haben sehr viel Zeit auf der onkologischen Station verbracht. Der Fruchtalarm ist für alle Kinder, die sich durch Therapien und gegen diese schreckliche Krankheit kämpfen. 

Kraft tanken im wahrsten Sinne des Wortes 

Mit Freude und süßen sowie sauren Geschmacksrichtungen gelingt es den Helfern, dieses Ziel auch umzusetzen. Immer wieder möchten die kleinen Patienten „Fruchtalarm“ erleben. Sie trinken mehr, tanken Kraft und für eine kurze Zeit steht einmal nicht die Krankheit im Vordergrund. Fruchtalarm finanziert sich ausschließlich über Spenden. Mit Geld- und Sachspenden möchte die von Laer Stiftung Bielefeld die bunte mobile „Bar“ in noch mehr Kliniken bringen. Unser Partner „Starke + Reichert GmbH & Co. KG“ unterstützt alle Helfer dabei mit Geld- und Sachspenden.  

sc34125-img-02Mit dem Krebs müssen die Kinder einen Gegner besiegen, an dem auch Erwachsene scheitern können. Wie einst von der Bielefelder Familie verlangt die Krankheit allen Beteiligten alles ab. Vorstellen können wir uns diese Lebensrealität nicht, aber wir können helfen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen dieses außergewöhnliche SEIC-Projekt vorstellen, welches im Rahmen des startsocial-Wettbewerbs als eines der 25 besten Projekte deutschlandweit eine Auszeichnung erhielt. Alle Informationen zu den SEIC-Projekten erhalten Sie auch über unsere Internetseite (Partner Login notwendig). Direkten Kontakt zu den Initiatoren des „Fruchtalams“ finden Sie hier. Finden Sie Geschmack am Helfen und unterstützen Sie die kleinen Patienten im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner. Sprechen Sie uns an!