I – Global Intelligence for the CIO

In dieser Ausgabe des englischsprachigen Online-Magazins „I – Global Intelligence for the CIO“ auf I-CIO.com stellen wir Ihnen Big Thinker Dr. Bissan Al-Lazikani, Head of data science at the Institute of Cancer Research, vor. 

Krebs gilt laut den Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums nicht als Todesursache Nummer eins. Sehr viel mehr Menschen sterben jährlich an Herz-Kreislauferkrankungen. Dennoch konfrontiert die Diagnose „Krebs“ wie kaum eine andere Betroffene mit Hoffnungslosigkeit und Unheilbarkeit. Im Jahr 2012 erkrankten 477.950 Menschen in Deutschland an dieser tückischen Krankheit. Faktisch steigt die Rate der neu Erkrankten damit an. Zeitgleich steigt jedoch auch die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland – und die Mortalität durch die Krankheit sinkt. Insgesamt starben im selben Jahr 220.923 Menschen durch Krebs und 342.233 Patienten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dennoch nehmen die nüchternen Zahlen der Krankheit nicht ihren Schrecken.

Eine umso wichtigere Rolle spielt in der gezielten Krebstherapie daher die Forschung und die Hoffnung, den Krebs irgendwann besiegen zu können. Big Thinker Dr. Bissan Al-Lazikani beschreibt in ihrem englischsprachigen Beitrag „How big data analytics is transforming cancer research“, wieviel Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) tatsächlich für die Krebsforschung tun kann. 

Erst wenn wir Zusammenhänge erkennen, können wir auf Details eingehen

Die größten Erfolge gehen für Dr. Bissan Al-Lazikani vor allem aus den Schnittpunkten zwischen künstlicher Intelligenz, Mathematik, Biologie und der Datenanalyse hervor. Über mangelnde Daten kann sich Dr. Al-Lazikani nicht beschweren – im Gegenteil. Sie arbeitet jeden Tag mit riesigen Datenmengen. Erst jetzt bestehen die technischen Vorraussetzungen, um diese Mengen auch analysieren und verwerten zu können. Daten kommen während einer Behandlung aus einer Vielzahl von Quellen. Zum Beispiel aus Laborergebnissen, genomischen Sequenzierungen, Bildern, experimentellen Daten und pharmakologischen Daten. In den Daten „ertrinken“ können die Wissenschaftler der Krebsforschung nach Al-Lazikani jedoch nicht – zu viele Daten gibt es nicht.  

Es gilt diese Fluten an Informationen zu Gunsten des Patienten zu nutzen. Wie aber gelingt uns das? Gibt es einen Weg, die Summe der Erkenntnisse auf allen Ebenen zu nutzen? Auf den ersten Blick eine einfache Frage, die aber gar nicht so leicht zu beantworten ist. Laut Dr. Al-Lazikani beginnen wir den Krebs in all seinen Facetten zu begreifen und stehen damit noch am Anfang unserer Möglichkeiten. Erst jetzt besitzen wir die technologischen Vorraussetzungen, um alle Komponenten zusammen bringen zu können. Al-Lazikani spricht in diesem Zusammenhang von einer Revolution – denn erst wenn wir Zusammenhänge erkennen, können wir gezielt auf einzelne Krankheiten eingehen. 

Die einzelnen englischsprachigen Big Thinker-Interviews im Überblick:

  • How big data analytics is transforming cancer research  
    Dr Bissan Al-Lazikani, head of data science at The Institute of Cancer Research, reveals how the capability to integrate and analyze vast volumes of data is playing a vital role in the discovery of effective cancer drugs.  
  • Applying machine learning in the search for life-saving cancer drugs 
    Machine learning is revolutionizing cancer drug discovery. Dr Bissan Al-Lazikani, head of data science at the Institute of Cancer Research, explains how the technology is adding a new dimension to the fight against the disease.  
  • The digital journey towards personalized cancer therapy
    Tailored medical treatment is tantalisingly close now that medical practitioners are able to collect, analyze and learn from petabytes of individual patient data. The Institute of Cancer Research´s head of data science reveals what this cancer treatment. 

Eine entscheidende Frage der Digitalisierung stellt sich in jeder Branche

In allen Bereichen können wir uns über Eines nicht beklagen – Datenmangel. In jeder Branche produzieren wir Unmengen davon und die entscheidende Frage bleibt: wie können wir diese Flut für uns nutzen? Zum Beispiel in der Landwirtschaft. Wie können wir die weltweite Nahrungsmittelproduktion steigern? Oder die Logistik unterstützen? Aus der Perspektive vier verschiedener Branchen erläutern wir, wie sich diese eine entscheidende Frage beantworten lässt. 

Alle Interviews und Beiträge finden Sie auf I-CIO.com.

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