Perry Fett InterviewDie fortschreitende Digitalisierung sorgt für einen immer größeren Datenstrom, der IT-Verantwortliche in vielerlei Hinsicht fordert. Denn sie müssen daraus valide Informationen für die Fachabteilungen und das Management ihres Unternehmens aufbereiten und zugleich Prozesse rund um die Uhr am Laufen halten.

Wir sprachen mit Perry Fett, Bereichsleiter Cross Applications bei Fujitsu, darüber, wie sich Unternehmen am besten auf diese Anforderungen vorbereiten, und über die passenden Lösungen, etwa auf Basis von SAP S/4HANA, die wir Ihnen auf der CeBIT vom 14. bis 18. März am SAP-Stand vorstellen. Wie also bereiten wir uns auf die digitale Zukunft am besten vor? Perry Fett findet spannende Antworten auf unsere Fragen.

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Was würden Sie Kunden mit folgender Frage raten: „Was kann ich tun, um mein Unternehmen auf die digitale Zukunft vorzubereiten?“

Wir sehen unsere Aufgabe darin, Unternehmen individuell dabei zu unterstützen, ihr Business zukunftsorientiert zu verbessern. Dabei stehen für Unternehmensverantwortliche zwei Themen im Fokus: Einerseits gilt es, den Automatisierungsgrad von Prozessen zu steigern, andererseits müssen Entscheidungen auf Grundlage valider Informationen getroffen werden. Das wiederum wirft Fragen für Führungskräfte auf: Sind meine Mitarbeiter oder ist mein Unternehmen auf Daten-gestützte Entscheidungsfindungen vorbereitet?

  • Habe ich die relevanten Daten, um die notwendigen Informationen zu kreieren?
  • Habe ich ein Informationsmanagement in meiner Firma?
  • Besitze ich eine Lösungslandschaft, mit der ich die zukünftigen Anforderungen bewältigen kann?
  • Habe ich ein Business-Prozessmanagement etabliert, um den Automatisierungsgrad zu erhöhen?

Antworten auf diese essentiellen Fragen bringen uns einen Schritt weiter auf dem Weg in eine digitalisierte Welt – und SAP S/4HANA liefert uns die passende Basis dazu.

Sie beschreiben SAP S/4HANA als „Wegbereiter für die digitale Zukunft“ – warum?

SAP S/4HANA bzw. die In-memory-Datenbank SAP HANA ist eine Basistechnologie, die es in Kombination mit anderen Tools wie Hadoop, Streaming und relationalen Datenbanken ermöglicht, eine Echtzeit-Datenplattform aufzubauen. Dadurch ist ein dynamisches Datamanagement (Data Lifecycle) realisierbar. Konkret bedeutet dies, dass Prozesse auf neuen Datenstrukturen aufsetzen können, die ein mobiles Arbeiten mit intuitiven Oberflächen erlauben. Operative und analytische Prozesse lassen sich in einem System integrieren und Anwender haben jederzeit Zugriff auf aktuelle Daten und valide Auswertungen.

Wo liegen die klaren Stärken von SAP S/4HANA? Was verändert sich für den Kunden in der Anwendung?

Prozesse erreichen einen höheren Automatisierungsgrad durch die Integration von analytischen Komponenten. Die neue Oberfläche bildet die Prozesse besser ab, unterstützt Anwender bei ihren Entscheidungen und trägt schlussendlich so dazu bei, die Produktivität des Unternehmens zu erhöhen.  Neue, innovative Prozesse lassen sich leichter realisieren und integrieren. Auch die Interaktion mit Prozessen anderer Geschäftspartner vereinfacht sich mit SAP S/4HANA erheblich. Darüber hinaus benötigt die IT weniger Schnittstellen, erlaubt einfachere Datenstrukturen und kann agiler auf die Anforderungen auch von Fachabteilungen reagieren.

Sie sprechen in diesem Zusammenhang die Fachabteilung an – inwiefern betreffen die Veränderungen, die SAP S/4HANA mit sich bringt, auch diese?

Ein höherer Automatisierungsgrad und bessere Informationen für die Entscheidungsunterstützung helfen insbesondere den Fachbereichen, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren, um dadurch viel effektiver zu werden. Durch eine bessere Benutzerführung – und dies sogar mobil – können die Fachbereiche noch besser arbeiten. Prozesse, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche funktionieren müssen, machen eine solche durchgängige Automatisierung zwingend erforderlich.

SAP S/4HANA wird ein Highlight auf der CeBIT sein. Auf welche weiteren können sich die Besucher des SAP-Standes noch freuen?

Um Prozesse zu verbessern, ist es notwendig, diese zunächst zu analysieren und zu dokumentieren. Dokumentationen sind jedoch oft veraltet oder stimmen nicht mit den realen Prozessen überein. Ein Workshop, in dem Prozesse von Fachbereichen beschrieben werden, ergibt meist ein subjektives Bild und bildet die reale Prozesswelt nur zum Teil ab. 

Hier hilft Prozess Mining. Die Fujitsu Business Consultants können aus SAP-Systemen durch Process Mining erkennen, wo gelebte Abläufe von den eigentlich definierten Prozessen abweichen und so Schwachstellen und Verbesserungspotenziale aufdecken. Darauf aufbauend wird durch Prozess-Monitoring im Unternehmen ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess etabliert. Hierfür setzen wir Tools wie „Operation Intelligence“ (OpInt) von SAP ein.

Ein weiteres Highlight wird das Thema „Digital Commerce“ sein. Das Business über das Internet gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Der Kunde steht dabei im Vordergrund. Er erwartet über alle Businesskanäle wie Onlineshops, Telefon oder Filiale – kurz im „Omnichannel“ –  das gleiche Einkaufserlebnis. Hier kommen Lösungen wie  Hybris Commerce, C4C, CRM und Hybris Marketing von SAP zum Einsatz. Dies ermöglicht Unternehmen, Kunden die richtigen Informationen und Services zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Preis personalisiert über den richtigen Kanal zu präsentieren. Und das in Echtzeit – an der Kasse, auf einer Website oder beim Einkaufsbummel in der Filiale.

Apropos Informationen – unsere Kunden können sich auch noch auf anderem Wege über unsere Lösungen informieren? 

Ja, das stimmt. Speziell zu unserer Lösung „Managed on-premise Cloud for SAP Solutions“ bieten wir am 22. März von 14.00 bis 15.00 Uhr ein kostenloses Webinar an. Die Lösung eignet sich besonders für Kunden, die alle Vorteile der Cloud im eigenen Rechenzentrum nutzen möchten. Stellen Sie Ihre Fragen an unsere Experten und informieren Sie sich kostenlos, umfassend und punktgenau, wie Sie die Vorteile beider Konzepte – Cloud und eigenes Rechenzentrum –kombinieren können.

Herr Fett, vielen Dank für dieses Interview!