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Copyright: Dr. Rolf Werner, https://twitter.com/RolfWerner – Vielen Dank!

Einmal quer durch die Zukunft ging es am Nachmittag auf der Fujitsu World Tour in Düsseldorf. Was erzählt der Toaster eigentlich unserem Kühlschrank und wie verändert das Internet der Dinge den Handel? Auf unter anderem diese Fragen fanden unsere Referenten spannende Antworten und wer zwischendurch ein bisschen Zeit übrig hatte, konnte in der Ausstellung mit zahlreichen Exponaten die Zukunft entdecken. Vielleicht kennen Sie unsere „Connected Cow Daisy“ noch vom Fujitsu Forum? Sie gilt als Beispiel dafür, wie sehr auch das Internet der Dinge unsere Gesellschaft verändert. Daisy trägt einen Schrittzähler. Dieser allein bewirkt noch nicht viel, erst wenn wir Rückschlüsse daraus ziehen wissen wir, wann sich Daisy in der Brunft befindet.

Dieses auf den ersten Blick seltsam klingende Beispiel zeigt uns, wie wir uns durch das Internet der Dinge neue Potenziale erschließen können. Ralf Schienke, Leitung Vertrieb Handel, Deutschland, Fujitsu, ging in seinem Vortrag auf diese gravierenden Veränderungen auch für den Handel ein. Sobald sich die Produkte des Handels verändern, betreffen diese Umwälzungen die gesamte Branche. Vernetzte Dinge geben auf einmal eine Rückmeldung und besitzen ein gewisses Maß an Intelligenz. Genauso wie Daisys Schrittzähler liefern diese Produkte Daten und schaffen dadurch einen Mehrwert für den Kunden. Schienke beschrieb diesen Mehrwert mit Schuhen, die das Gewicht messen und Wasserfiltern, die wissen, wann sie erneuert werden müssen. Oder Waschmaschinen die anstelle von Knöpfen nur noch ein Mikrofon besitzen und per Sprachsteuerung Wäsche waschen. Dinge geben Auskunft über sich selbst und ihre Umgebung und nicht nur der Handel kann davon profitieren.

Das Internet der Dinge als Spinnennetz und der Mensch als wichtigster Bestandteil im Gesamtpaket

Dinge, die miteinander kommunizieren bieten nicht nur ein enormes Potential, sondern auch ein enormes Risiko. Die Bereitschaft, persönliche Daten im Netz offen zu legen, schätzte Schienke als hoch ein und woher wissen wir, was der Toaster dem Kühlschrank so erzählt? Auf die dringende Frage der Sicherheit ging Ralf Adebar, Portfoliomanager Enterprise- & Cybersecurity/EMEIA, Fujitsu, in seiner Breakout Session ein. Je mehr Dinge als Bestandteil eines riesigen Netzwerkes zählen, desto intensiver müssen wir uns mit IT-Sicherheit beschäftigen. Jedes vernetzte Ding könnte für eine Cyberattacke in Frage kommen. Adebar verglich das Internet der Dinge (IoT) mit dem Bild eines Spinnennetzes, in dessen Mitte sich etwas befindet. Welche Rolle aber spielt der Mensch in diesem gigantischen Netzwerk? Die der Fliege oder die der Spinne? In seinem Vortrag skizzierte Ralf Adebar, was wir tun müssen, um die Position der Spinne einzunehmen und warum er dem Thema „Internet der Dinge“ generell mit „gesunder Skepsis“ begegnet. Um Vergleiche zwischen zwei auf den ersten Blick unterschiedlichen Branchen ging es auch in der abschließenden Keynote der Veranstaltung.

Zum Abschluss der Fujitsu World Tour in Düsseldorf griff Ex-Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug noch einmal das Leitmotiv des Tages auf und warf gemeinsam mit den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der Formel 1. In seiner Keynote zeigte er, wie viele Parallelen zwischen dem Motorsport und der IT-Branche tatsächlich existieren und einmal mehr bestätigte Haug unsere Vision: der Fahrer bleibt auch in der Formel 1 der wichtigste Bestandteil im Gesamtpaket. Ohne ihn nützt einem die beste Technik absolut gar nichts und ohne den Menschen als zentralen Mittelpunkt lässt sich auch die Digitalisierung nicht erfolgreich bewältigen. Entscheidend für Norbert Haug sei das „hier und jetzt“ und nicht das „früher“. Wir können uns der technischen Entwicklung nicht verschließen. Stattdessen müssen wir Gas geben, um mit der Zukunft Schritt halten zu können. Was wir von der Formel 1 lernen können? Den Wettbewerbsgeist und das „nicht nachgeben“. Schließlich hätte auch vor 20 Jahren niemand gedacht, dass wir alle ein „Büro namens Smartphone in der Tasche tragen“ werden.

Mit Periscope noch einmal in die Zukunft abtauchen

Apropos Smartphone: Sie möchten die Vorträge in voller Länge genießen und wissen, was der Toaster dem Kühlschrank tatsächlich erzählt? Bis morgen früh halten wir die wichtigsten Keynotes und Breakout Sessions auf Periscope für Sie bereit.Am 21. Juni bringen wir Ihnen dann die Digitalisierung mit Vollgas nach Stuttgart. Mit unseren Impressionen eines rundum spannenden Tages verabschieden wir uns zunächst einmal aus Düsseldorf und freuen uns auf den nächsten „Boxenstopp“ auf der „Rennstrecke Zukunft“.